Wenn wir uns aus den Augen verlieren
Ein Text über innere Leere und den Weg zurück zu uns selbst
Es gibt diese Momente: Man wacht auf und spürt: NICHTS. Kein Feuer, keine Richtung, kein innerer Kompass. Nur eine seltsame Stille.
Man funktioniert. Man macht. Man lächelt. Und innerlich ist da: Leere. Diese Leere kommt nicht über Nacht. Sie schleicht sich ein. Zwischen all die To-dos, die Rollen, die Erwartungen. Zwischen Meetings, Einkauf, WhatsApp-Nachrichten.
Und irgendwann schauen wir in den Spiegel und erkennen uns nicht mehr wieder.
Wer ist diese Frau da? Dieser Mann? Dieses Gesicht?
Sich selbst aus den Augen zu verlieren, tut weh. Weil wir uns selbst fremd werden. Und weil wir gleichzeitig oft glauben, wir müssten doch „dankbar sein“ für das, was da ist. Für den Job. Für die Familie. Für das Leben.
Nur: Dankbarkeit lässt sich nicht erzwingen. Und innere Leere lässt sich nicht mit Terminen zupflastern.
Doch vielleicht ist genau sie, die Leere, auch ein Hinweis, ein leiser Ruf der Seele:
„Ich bin noch da. Du hast mich nur vergessen. Aber du kannst mich wiederfinden.“
Wie das geht? Nicht durch weiteres „Funktionieren“. Sondern durch ein Hinspüren. Durch kreative Räume. Durch ein Bild. Ein Wort. Eine Geste. Durch Zeit mit dir selbst. Ohne Ziel. Ohne Anspruch.
Ich erlebe in meiner Arbeit immer wieder:
Wenn Menschen sich erlauben, nicht „gut drauf“ sein zu müssen, sondern einfach nur ehrlich, dann entsteht etwas Kostbares.
Ehrlicher Kontakt, innere Wärme….eine Spur, der man folgen kann.
Und oft ist es kein lauter Neuanfang. Sondern ein leises Wiedererinnern: an die eigenen Farben…. an die innere Stimme…. an das, was wirklich trägt.
Wenn du dich selbst gerade nicht spürst:
Du bist nicht allein. Und du musst nicht „zurück zu deinem alten Ich“. Vielleicht darfst du dich ganz neu entdecken.
In deiner Zeit. In deinem Tempo. Mit Mitgefühl. Und Kreativität.
Ich begleite dich gerne dabei.
Liebe Grüße, Edith